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Bahnstrecke LandshutâBayerisch Eisenstein
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| Landshut (Bay) HbfâBayerisch Eisenstein | Landshut (Bay) HbfâBayerisch Eisenstein |
|---|---|
| Streckennummer (DB) : | 5634 |
| Kursbuchstrecke (DB) : | 905, 931 |
| StreckenlÀnge: | 134,585 km |
| Spurweite : | 1435 mm ( Normalspur ) |
| Streckenklasse : | Landshut (Bay) HbfâDeggendorf Hbf: D4 Deggendorf HbfâTriefenried: C2 TriefenriedâBayerisch Eisenstein: A |
| Stromsystem : | Landshut (Bay) HbfâPlattling: 15 kV, 16,7 Hz ~ |
| Maximale Neigung : | 12,5 â° |
| Minimaler Radius : | 300 m |
| Streckengeschwindigkeit: | 140 km/h |
| Zugbeeinflussung : | PZB |
| Zweigleisigkeit : | ehemals: PilstingâPlattling geplant : WörthâLoiching |
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Die Bahnstrecke LandshutâBayerisch Eisenstein ist eine Hauptbahn in Bayern. Sie zweigt in Landshut von der Bahnstrecke MĂŒnchenâRegensburg ab und fĂŒhrt durch Niederbayern ĂŒber Dingolfing, Landau an der Isar, Plattling, Regen und Zwiesel zur Staatsgrenze in Bayerisch Eisenstein, wo sie in die Bahnstrecke PlzeĆâĆœeleznĂĄ Ruda in Tschechien einmĂŒndet. Der Abschnitt LandshutâPlattling ist elektrifiziert.
Die Strecke wurde ursprĂŒnglich als Teil einer direkten Verbindung von MĂŒnchen nach Prag konzipiert. Aufgrund der schwierigen Trassierung im Bayerischen Wald und Böhmerwald mit engen Bögen und starken Steigungen gab es jedoch nie einen durchgehenden Verkehr in dieser Relation.
Heute dient die Strecke nur dem regionalen Verkehr. FĂŒr den GĂŒterverkehr ist die Anbindung an das BMW-Werk Dingolfing bedeutsam.
Contents
âą Geschichte
âą Vorgeschichte
âą Betrieb
âą Ausblick
âą Verlauf
âą Ingenieurbauten
âą Fahrzeugeinsatz
âą Verkehr
âą Personenverkehr
âą GĂŒterverkehr
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Vorgeschichte
Nachdem Plattling bereits seit 1860 einen Bahnhof besaĂ und sechs Jahre spĂ€ter die Stichbahn nach Deggendorf gebaut wurde, entwickelte der bayerische Staat ab 1867 erste Studien fĂŒr eine Eisenbahnverbindung von Plattling ĂŒber Deggendorf, Regen und Zwiesel zur böhmischen Grenze zur Förderung der Wirtschaft im Bayerischen Wald.
Der bayerisch-österreichische Staatsvertrag vom 21. Juni 1851 sah neben den schon verwirklichten BahnanschlĂŒssen nach Böhmen in Furth i. W. und in Passau auch in Eisenstein eine Verbindung mit dem böhmischen Eisenbahnnetz vor. Auf böhmischer Seite sollte die Eisenbahn PilsenâPriesen(âKomotau) (EPPK) den Bau der Anschlussstrecke ĂŒbernehmen. Der Grenzbahnhof in Eisenstein sollte dabei direkt auf der Landesgrenze errichtet werden.cite-ref-8[8]
Die Strecke war als Teil einer wichtigen Verbindung zwischen Prag und MĂŒnchen, Ăsterreich oder Italien vorgesehen.cite-ref-stifter-9-0[9]
Auf die Initiative einiger örtlicher Persönlichkeiten hin (unter anderem des Reichsrats und Zwieseler Glasindustriellen Georg Benedikt II. von Poschinger (1845â1900) sowie des Deggendorfer Stadtpfarrers und Landtagsabgeordneten Konrad Pfahler (1826â1887)) erhielt die AG der Bayerischen Ostbahnen mit der bayerischen Konzession vom 25. November 1872 die Genehmigung zum Bau der Bahnstrecke. Die ihr schon am 3. August 1869 erteilte Konzession zum Bau einer Strecke von Straubing nach Cham lieĂ die Ostbahn daraufhin verfallen. Schon 1873 begannen die Vorarbeiten an der neuen Strecke. Die Findung einer geeigneten Trasse war durch den Aufstieg von der Donau in den Bayerischen Wald und die erforderliche Querung vieler TĂ€ler auĂerordentlich aufwendig und versprach hohe Baukosten bei mĂ€Ăiger RentabilitĂ€t. Andererseits versprach man sich aber bei einer besseren Anbindung der neuen Strecke ab Plattling weiter durch das Isartal nach MĂŒnchen eine lukrative Verbindung mit Böhmen.
FĂŒr den Aufstieg von Deggendorf (320 m ĂŒ. NHN) auf die Höhen um Gotteszell (600 m ĂŒ. NHN) wurden von Oberingenieur Badhausercite-ref-pnp-2013-05-25-10-0[10] zwei Streckenvarianten ĂŒberprĂŒft: eine direkte Verbindung ĂŒber Hirschberg mit einer Steigung von 20 â° und eine durch 9,794 kmcite-ref-pnp-2013-05-25-10-1[10] kĂŒnstliche StreckenverlĂ€ngerung deutlich flachere, welche nur eine Steigung von 12,5 â° aufwies.cite-ref-11[11] Letztere wurde trotz höherer Baukosten aufgrund des langfristig gĂŒnstigeren und schnelleren Betriebes mittels einer doppelten Kehrschleife zwischen Oberkandelbach und Grafling und dem Tunnel bei Ulrichsberg realisiert.
Bau und Inbetriebnahme
Die Bauarbeiten an der Strecke begannen im Jahr 1874. An den Bauarbeiten fĂŒr den Streckenabschnitt DeggendorfâGotteszell waren teilweise bis zu 4000 Arbeiter beteiligt.cite-ref-pnp-2013-05-25-10-2[10] Der Bahnhof Plattling wurde beim Streckenbau nach Westen verschoben und neu gebaut.
Am 15. Oktober 1875 wurde der Abschnitt PilstingâPlattlingcite-ref-12[12] und am 15. Mai 1880 LandshutâPilsting eröffnet.cite-ref-13[13] Die weitere Strecke bis Ludwigstal ging am 16. September 1877 in Betrieb.cite-ref-14[14] Nach Fertigstellung der DeffernikbrĂŒcke ging die gesamte Strecke am 15. November 1877 in Betrieb.cite-ref-15[15] Der Bahnhof Eisenstein wurde von beiden Bahngesellschaften auf der Staatsgrenze gebaut. Durch das EmpfangsgebĂ€ude verlĂ€uft die Grenze. Die Strecke war fĂŒr einen zweigleisigen Ausbau vorbereitet, aber zunĂ€chst eingleisig in Betrieb genommen worden. Die Tunnel erhielten einen zweigleisigen Querschnittcite-ref-16[16] und die BrĂŒckenpfeiler wurden fĂŒr den Ăberbau eines zweiten Gleises verbreitertcite-ref-17[17] errichtet worden.cite-ref-stifter-9-1[9]
Die Anschlussstrecke der Eisenbahn PilsenâPriesen(âKomotau) (EPPK) in Böhmen war bereits am 20. Oktober 1877 in Betrieb genommen worden.cite-ref-18[18]
Betrieb
Die in Plattling seit dem 1. MĂ€rz 1866 betriebene private 8,7 km lange Bahnstrecke PlattlingâDeggendorf wurde abgebrochen.
Der zweigleisige Ausbau unterblieb, da die Strecke groĂe Steigungen und enge Bogenradien hatte und auch nach dem Anschluss an die 1875 in Betrieb genommene Bahnstrecke MĂŒhldorfâPilsting nicht den erhofften Verkehrszuwachs fĂŒr den Abschnitt PlattlingâBayerisch Eisenstein und den Grenzverkehr bekam.
Eine weitere ErschlieĂung des zentralen Bayerischen Waldes durch Eisenbahnen erfolgte durch mehrere zwischen 1890 und 1928 eröffnete, von der Strecke LandshutâBayerisch Eisenstein abzweigende Strecken:
âą Am 1. September 1890 ZwieselâGrafenau, 31,5 km lang, durch die Königlich Bayerische Staatseisenbahnen.
âą Am 10. November 1890 GotteszellâViechtach, 25 km lang, durch die AG Lokalbahn GotteszellâViechtach mit WeiterfĂŒhrung 1928 nach Blaibach und Anschluss an die 1892 eröffnete Bahnstrecke ChamâBad Kötzting.
âą Am 17. Oktober 1891 DeggendorfâMetten, 4,2 km lang, durch die Lokalbahn DeggendorfâMetten.
âą Am 26. November 1913 DeggendorfâHengersberg, 11,6 km lang, durch die Bayer. Staatsbahn mit WeiterfĂŒhrung bis Kalteneck und Anschluss an die 1890/92 eröffnete Staatsbahnstrecke PassauâFreyung.
âą Am 3. September 1928 ZwieselâBodenmais, 14,5 km lang, durch die Deutsche Reichsbahn.
Es existierte ein Abzweig zur 1912 eröffneten Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen
Der Abschnitt PilstingâPlattling wurde zwischen 1901 und 1906 zweigleisig ausgebaut.cite-ref-19[19] Dieses zweite Gleis wurde im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1942 abgebaut und in die besetzten Gebiete ĂŒberfĂŒhrt.
Infolge der MachtĂŒbernahme der Kommunisten in der Tschechoslowakei im Februar 1948 und der darauf folgenden Errichtung des Eisernen Vorhangs kam der Verkehr ĂŒber die Staatsgrenze stufenweise zum Erliegen. Die ÄSD bedienten den Bahnhof Bayerisch Eisenstein noch bis zum 3. September 1953 mit ReisezĂŒgen, die zum Teil von und nach Prag durchliefen. Danach wurde dort an der Staatsgrenze ein Zaun quer zu den Gleisen gebaut, im EmpfangsgebĂ€ude gab es eine Mauer.
Am 25. Mai 1976 wurde der elektrische Betrieb zwischen Landshut und Plattling aufgenommen, um die zeitraubenden und kostenintensiven Lokwechsel fĂŒr die durchgehenden ZĂŒge MĂŒnchenâLandshutâPlattlingâPassau in Landshut und Plattling zu vermeiden. DafĂŒr wurden 83 km Strecke mit Oberleitung ĂŒberspannt, drei BrĂŒcken neu gebaut und 1035 Fahrleitungsmasten aufgestellt. Insgesamt wurden 13 Millionen Deutsche Mark investiert.
Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens und des schlechten Zustandes der Infrastruktur war der Abschnitt ZwieselâBayerisch Eisenstein Ende der 1980er Jahre zur Stilllegung vorgesehen.cite-ref-stifter-9-2[9]
Am 2. Juni 1991 konnte der grenzĂŒberschreitende Verkehr zur Tschechoslowakei nach Abbau der Sperranlagen wieder aufgenommen werden. Die ZĂŒge der ÄSD verkehrten seitdem wieder von und nach Bayerisch Eisenstein.
Nach dem RĂŒckbau aller Weichen und Signale wurde der Bahnhof Otzing zum 25. MĂ€rz 1995 in einen Haltepunkt umgewandelt.cite-ref-bdbn-1995-97-20-0[20] Zum 14. Dezember 2003 wurde der fĂŒr Zugkreuzungen dienende Betriebsbahnhof Grafling in Betrieb genommencite-ref-21[21] und die Stellwerke in Ulrichsberg und Regen auĂer Betrieb genommen.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Im selben Jahr wurde der Haltepunkt Ludwigsthal um etwa 700 Meter nach SĂŒden, nĂ€her an die Ortschaft, verlegt.cite-ref-25[25]
Im Rahmen von vier BrĂŒckensanierungen war die Strecke zwischen Gotteszell und Bayerisch Eisenstein ab dem 30. MĂ€rz 2015 gesperrt. Das Bauende wurde aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen und Mengenmehrungen an der Sanierung der OhetalbrĂŒcke Mitte Juni 2015 vom 27. Juni 2015 auf den 17. Juli verschoben. In der 16-wöchigen und 5 Millionen Euro teuren Bauphase wurden die OhetalbrĂŒcke bei Regen, die FĂ€llenrechenbrĂŒcke bei Zwiesel, die DeffernikbrĂŒcke bei Zwieslerwaldhaus und die NagerlbrĂŒcke bei BettmannsĂ€ge saniert. Von diesen BrĂŒcken wurde nur die FĂ€llenrechenbrĂŒcke umfassend, die anderen in geringem AusmaĂ saniert.cite-ref-26[26] Der Infrastrukturbetreiber DB Netz ging 2015 davon aus, dass die BrĂŒcken nach dem Ende der voraussichtlichen Nutzungsdauer bis zum Jahr 2027 durch Neubauten ersetzt werden mĂŒssen.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]cite-ref-bahnrelikte-29-0[29] Die OhetalbrĂŒcke, die DeffernikbrĂŒcke und die NagerlbrĂŒcke standen 2022 âvor der Sanierungâ.cite-ref-30[30]
Zwischen 2005 und 2007 wurden mehrere Stationen erneuert. Dabei wurde eine durchgÀngige NutzungslÀnge aller Bahnsteige von 100 m erreicht, so dass eine Vierfach-Traktion der aktuell hier verkehrenden Regio-Shuttles an den Bahnsteigen halten kann.
Um die DonaubrĂŒcke bei Deggendorf von 1877, die eine geringe Durchfahrtshöhe fĂŒr Schiffe von 4,30 m hatte und in einem schlechten Zustand war,cite-ref-stifter-9-3[9] zu ersetzen, wurde ab MĂ€rz 2008 ein Neubau 15 m flussaufwĂ€rts bei Flusskilometer 2285,89 erstellt und die gesamte Bahnstrecke auf zwei Kilometern StreckenlĂ€nge verlegt. Am spĂ€ten Abend des 23. Juni 2010 befuhr der letzte planmĂ€Ăige Personenzug mit der Zugnummer 32446 (Abfahrt in Plattling planmĂ€Ăig 23:10 Uhr) die historische BrĂŒcke in Richtung Zwiesel. Die alte BrĂŒcke durfte noch bis zum 28. Juni 2010 genutzt werden. Die neue BrĂŒcke wurde am 28. Juni 2010 in Betrieb genommen. Die Baukosten der 466 m langen pfostenlosen FachwerkbrĂŒcke betrugen 32 Millionen Euro. KostentrĂ€ger des Baus waren jeweils zur HĂ€lfte die Rhein-Main-Donau WasserstraĂen AG und die DB Netz. Daneben wurde auch ein Ersatzbau fĂŒr die vorgelagerte BrĂŒcke ĂŒber die StaatsstraĂe 2074 erstellt. Hier trug die Stadt Deggendorf 80 % der Kosten des 2,9 Millionen Euro teuren Baus, der Rest wurde von der DB Netz aufgebracht. Durch den Abbau des Mittelteils der alten BrĂŒcke am 29. September 2010 erhöhte sich die Durchfahrtshöhe auf 8,6 m.cite-ref-31[31] Zwei der alten Pfeiler, die sich in der Fahrrinne befanden, wurden abgetragen. Ein Teil der Pfeiler der alten EisenbahnbrĂŒcke wurde fĂŒr eine FuĂgĂ€ngerbrĂŒcke weiterverwendet, welche die beiden Teile der Landesgartenschau 2014 an beiden Donauufern verband.
In der Gemeinde Grafling wurde fĂŒr 370.000 Euro im Ortsteil Arzting vom 16. September bis Ende November 2013 ein 120 m langer und 55 cm hoher Bahnsteig durch die Strabag Rail in nĂ€chtlichen Sperrpausen errichtet.cite-ref-32[32] Dieser wurde zum Fahrplanwechsel 2013/2014 am 15. Dezember 2013 eröffnet. Durch den neuen Haltepunkt wird seitdem das Fahrgastpotential erschlossen, das seit der Auflassung der ehemaligen Bahnhöfe Ulrichsberg und Grafling zehn Jahre zuvor auf diesem 23 km langen Streckenabschnitt brach lag.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]
2017 wurde ein Anschlussgleis zum Ersatzteillager der BMW Group in Wallersdorf errichtet.cite-ref-35[35]
Im Dezember 2025 wurde das neue ESTW-A Deggendorf in Betrieb genommen, welches das bisher Dr S2-Relaisstellwerk ersetzt.cite-ref-36[36]
Ausblick
Es ist vorgesehen, das Betriebsverfahren auf dem Abschnitt Deggendorf â Bayerisch Eisenstein von Signalisiertem Zugleitbetrieb Sig L 90 wieder auf Zugmeldebetrieb umzustellen.cite-ref-37[37]
Im Dezember 2034 endet der Verkehrsvertrag mit der LĂ€nderbahn. Im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft wurden Gutachten fĂŒr die kommende Neuausschreibung erstellt, die die technischen Voraussetzungen zum Einsatz von Akkumulatortriebwagen mit Stromabnehmer und von Triebwagen mit Brennstoffzelle untersucht haben, mit dem Ergebnis, dass der Betrieb mit Akkumulatortriebwagen wirtschaftlicher als der von Triebwagen mit Brennstoffzelle ist.cite-ref-gutachtentudresden2022-38-0[38]cite-ref-39[39] Die Gutachten empfehlen auĂerdem einen Ausbau der Streckenklasse auf Klasse C2, weil fĂŒr neue Triebwagen unabhĂ€ngig von der Antriebstechnologie eine höhere Streckenklasse (derzeit A) erforderlich ist. Das Bayerische Staatsministerium fĂŒr Wohnen, Bau und Verkehr plant daher die Beauftragung der Planung der notwendigen InfrastrukturmaĂnahmen fĂŒr den Betrieb von Akkumulatortriebwagen.cite-ref-40[40]
Durch den Ausbau des Streckenabschnitts LandshutâPlattling mit zweigleisigen Begegnungsabschnitten sollen durch Zugkreuzungen bedingte Aufenthalte vermieden und VerspĂ€tungen reduziert werden. Vor allem der Abschnitt LandshutâDingolfing ist durch den GĂŒterverkehr von und zum BMW-Werk sehr stark ausgelastet.
Im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP 2030) wurde ein Ausbau des Streckenabschnitts LandshutâPlattling zunĂ€chst als potenzieller Bedarf aufgenommen.cite-ref-41[41] Im September 2018 wurde der Ausbau in den vordringlichen Bedarf hochgestuft. Vorgesehen sind ein Ausbau des Bahnhofs Schwaigen, der Neubau eines Kreuzungsbahnhofs zwischen Wallersdorf und Otzing, der Neubau des Kreuzungsbahnhof Otzing, die AusrĂŒstung mit ESTW-Technik zwischen Schwaigen und Plattling und der Bau einer Verbindungskurve bei Plattling fĂŒr die Relation DingolfingâRegensburg.cite-ref-42[42] Die Kosten werden auf etwa 66 Millionen Euro geschĂ€tzt.cite-ref-43[43] Im dritten Gutachterentwurf des Deutschlandtakts sind zusĂ€tzlich weitere Kreuzungsbahnhöfe in Ergolding und Niederaichbach vorgesehen, um die KapazitĂ€ten fĂŒr den GĂŒterverkehr zu erhöhen. DafĂŒr sind, zum Preisstand von 2015, Investitionen von insgesamt 61 Millionen Euro vorgesehen.cite-ref-sma-2021-08-17-44-0[44]cite-ref-trimode-2021-08-17-45-0[45] Die Vorplanung des Projekts begann Anfang 2022 und sollte bis Ende 2024 abgeschlossen sein.cite-ref-46[46] Das Bundesministerium fĂŒr Verkehr beabsichtigt, die parlamentarische Befassung im Verlauf des Jahres 2025 anzustoĂen.cite-ref-47[47]
Daneben plant der Freistaat Bayern einen Ausbau der Streckenabschnitts LandshutâPlattling fĂŒr den Nahverkehr. Im Juni 2022 kĂŒndigte das das bayerische Verkehrsministerium an, die DB Netz AG mit der Planung eines etwa sieben Kilometer langen zweigleisigen Begegnungsabschnittes zwischen Wörth und Loiching zu beauftragen. Das Projekt ist Teil der Initiative âMACH2â, die den Ausbau mehrerer Bahnstrecken in Bayern vorsieht.cite-ref-48[48]
Im Rahmen der âStationsoffensive Bayernâ der BEG war 2015 ein Haltepunkt im Ortszentrum des Marktes Ergolding vorgesehen.cite-ref-49[49]cite-ref-50[50] Dieser wurde nicht weiterverfolgt, da âdie fahrplantechnische Machbarkeit fĂŒr kĂŒnftige Fahrplankonzepte nicht gegeben warâ.cite-ref-51[51]
Streckenbeschreibung
Verlauf
Die Strecke zweigt im Bahnhof Landshut (Bay) Hbf bahnrechts von der Hauptverbindung MĂŒnchenâRegensburg ab und fĂŒhrt in östlicher Richtung fast geradlinig im Tal der Isar nach Plattling. Dort kreuzt die Strecke die Bahnstrecke PassauâObertraubling. Zwischen Plattling und Deggendorf ĂŒberquert die Strecke die Donau auf einer fast 500 Meter langen BrĂŒcke.
Hinter Deggendorf steigt die Strecke im Vorderen Bayerischen Wald stark an. Der enorme Höhenunterschied bis zum Scheitelpunkt wird bei Grafling mit einer weitausholenden Schleife bewĂ€ltigt. In der weiten Einsenkung zwischen Bayerischem und Böhmerwald ĂŒberquert die Strecke einige TĂ€ler auf GroĂbrĂŒcken. Der letzte Abschnitt fĂŒhrt von Zwiesel ansteigend im Tal des GroĂen Regens bis Bayerisch Eisenstein.
Ingenieurbauten
Die im Streckenverlauf liegenden TĂ€ler werden mit langen BrĂŒcken oder durch lange und hohe DĂ€mme ĂŒberquert.
âą DonaubrĂŒcke bei Deggendorf, LĂ€nge 466 m
âą Kohlbachdamm bei Grafling, LĂ€nge 390 m, 44 m hoch
âą KĂŒhbergtunnel bei Ulrichsberg, LĂ€nge 476 m
âą HochbĂŒhltunnel bei Gotteszell, LĂ€nge 569 m
âą Einschnitt bei Zachenberg, LĂ€nge 397 m, 28,5 m tief
âą OhetalbrĂŒcke bei Regen, LĂ€nge 304 m, 48,3 m hoch
âą BrĂŒcke ĂŒber den Schwarzen Regen bei Regen, LĂ€nge 119 m, 25,2 m hoch
âą NagerlbrĂŒcke ĂŒber den Schwarzen Regen bei SchweinhĂŒtt, LĂ€nge 79 m, 19 m hoch
âą BrĂŒcke ĂŒber den Schwarzen Regen bei Zwiesel, LĂ€nge 131 m, 14 m hoch
âą FĂ€llenrechenbrĂŒcke ĂŒber den GroĂen Regen bei FĂ€llenrechen, LĂ€nge 126 m, 25,4 m hoch
âą DeffernikbrĂŒcke bei Ludwigsthal, LĂ€nge 118 m, 30 m hoch
Die OhetalbrĂŒcke ist knapp nach der 50 Meter hohen InnbrĂŒcke Königswart der Bahnstrecke RosenheimâMĂŒhldorf die zweithöchste EisenbahnbrĂŒcke in Bayern.
Fahrzeugeinsatz
Die beiden 2/2 gekuppelten und 1866 von der Lokomotiven- und Maschinenfabrik J.A. Maffei gelieferten Tenderlokomotiven der Deggendorf-Plattlinger Eisenbahn mit den Namen Deggendorf und Bayer. Wald ĂŒbernahm die Bayerische Staatsbahn als DII Nr. 1176 und 1177. Sie musterte beide Maschinen im Jahre 1895 aus.
Die Bayerische Staatsbahn hatte am 31. Januar 1877 bei der Lokomotivfabrik Maffei in MĂŒnchen sechs Bayerische D V,cite-ref-stifter-9-4[9] recht starke Tenderlokomotiven mit der Achsfolge C, bestellt. Einen Monat nach Eröffnung des Streckenabschnitts PlattlingâBayerisch Eisenstein bestellte sie vier weitere Maschinen nach, die im Februar/MĂ€rz 1878 geliefert wurden. Sie erhielten die Namen Ulrichsberg, Gotteszell, Ludwigsthal und Eisenstein. Bei der DR bekamen sie noch die Nummern 89 8107 bis 110 und wurden zwischen 1925 und 1928cite-ref-stifter-9-5[9]ausgemustert. Diese Tenderlokomotiven wurden auf dem Abschnitt PlattlingâBayerisch Eisenstein viele Jahre lang vorwiegend im GĂŒterzugdienst eingesetzt. Den Personenzugdienst versahen anfangs die beiden Ostbahnmaschinen E 1 und E 2, Schlepptendermaschinen mit der Achsfolge B. Dann wurden lt. von Welser (s. Literaturhinweis) die ehemaligen Ostbahnmaschinen der Klasse B, Achsfolge 1 B, im Personenzugdienst hier eingesetzt. Sie wurden bei der Staatsbahn in der Klasse B V mit den Nummern 1003â1068 gefĂŒhrt.
Ab April 1952 setze die Deutsche Bundesbahn auf dieser Strecke Schienenbusse ein. Die beiden einmotorigen Schienenbusse VT 95 953 und 955 wurden jedoch zu Beginn des Sommerfahrplans 1952 zunÀchst an das Betriebswerk Regensburg ausgeliehen. Erst zu Beginn des Sommerfahrplans 1953 wurden sie dann regulÀr auf dieser Strecke eingesetzt. In den Folgejahren wurden weitere VT 95 in das Betriebswerk Plattling umbeheimatet und kamen hier und auf den Zweigstrecken zum Einsatz. Ab Oktober 1955 wurden dem Betriebswerk Plattling zweimotorige Schienenbusse des Typs VT 98 mit den Nummern 9517 bis 9521 zugewiesen. Auf dieser Strecke wurden ab April 1962 Diesellokomotiven der Baureihe V 100.10 (spÀter Baureihe 211) und kurz danach ab September 1963 ihre Schwesterlokomotiven der Baureihe V 100.2. Die Baureihe VT 95 wurde zum Sommerfahrplan des Jahres 1965 komplett durch die VT 98 und die V 100 abgelöst.
Die Strecke war die letzte der Bundesbahn in Niederbayern, auf der bis zum MĂ€rz 1974 noch Dampflokomotiven verkehrten.cite-ref-stifter-9-6[9] Als letzte planmĂ€Ăige Dampflokomotive fuhr 053 063-4 am 6. MĂ€rz den N 2964 von Plattling nach Bayerisch Eisenstein und am 7. MĂ€rz den Gegenzug N 2977.
FĂŒr den Alpen-See-Express in den 1980er Jahren wurden TriebzĂŒge der Baureihe 601 eingesetzt.cite-ref-block-54-0[54]
Das Betriebswerk Plattling wurde im Juni 1985 aufgelöst. Die Fahrzeuge gingen daraufhin auf das Betriebswerk Hof ĂŒber. Zum Winterfahrplan 1985/86 stellte die Bundesbahn den gesamten Betrieb auf lokbespannte WagenzĂŒge um.cite-ref-55[55] Diese WendezĂŒge waren aus n-Wagen und einer oder zwei Loks der Baureihen 211 oder 218 gebildet. Die Strecke war die letzte Hauptstrecke mit planmĂ€Ăigen EinsĂ€tzen der Baureihe 211.cite-ref-stifter-9-7[9] Die darauffolgenden IC-Kurswagen bis 2002 wurden von Lokomotiven der Baureihe 218 gezogen.
Die Regentalbahn setzt seit 1997 Stadler Regio-Shuttle RS1 ein.
Verkehr
Personenverkehr
1877â1945
Am 15. Mai 1880 liefen im Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt PlattlingâEisenstein tĂ€glich vier Zugpaare. Zwei beschleunigte Zugpaare LandauâEisenstein hatten Anschluss von/nach Prag. Sie benötigten fĂŒr den Abschnitt PlattlingâEisenstein zwei Stunden und zwanzig Minuten, die anderen Zugpaare jeweils vier Stunden.
Im Mai 1897 liefen tĂ€glich vier ZĂŒge von Eisenstein nach Plattling und in Gegenrichtung fĂŒnf ZĂŒge. Die Fahrzeit lag zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Allerdings gab es auch einen Zug nach Eisenstein, vermutlich mit GĂŒterbeförderung, der fĂŒr die Strecke fĂŒnf Stunden benötigte. Ein Zugpaar hatte Kurswagen erster bis dritter Klasse fĂŒr die Strecke LandshutâPilsen. Zwei weitere Zugpaare liefen auf dem Abschnitt DeggendorfâPilsting und weiter ĂŒber die Strecken PilstingâMĂŒhldorf und RosenheimâMĂŒhldorf. Eine durchlaufende Verbindung nach Landshut bestand nicht.
Im Oktober 1913 lautete die Kursbuchtabelle statt zuvor EisensteinâPlattlingâRosenheim nun LandshutâLandauâEisenstein. Es liefen auf der Strecke PlattlingâEisenstein tĂ€glich fĂŒnf Zugpaare mit Wagen zweiter und dritter Klasse. In Richtung Eisenstein benötigten die ZĂŒge um 2 Stunden und 20 Minuten, in Richtung Plattling nur noch 1 Stunde und 40 Minuten bis 2 Stunden. Weitere vier Zugpaare liefen tĂ€glich zwischen Deggendorf und Landshut. In Richtung MĂŒhldorf/Rosenheim musste nun in Landau umgestiegen werden. Durchlaufende Wagen nach Böhmen sind nicht mehr vermerkt.
1936 nannte die Deutsche Reichsbahn in ihrer Kursbuchtabelle 426 LandshutâPlattlingâEisenstein zwischen Plattling und Eisenstein tĂ€glich sieben Zugpaare, davon sechs Zugpaare von/nach Landshut. Diese ZĂŒge fĂŒhren auch die 2. Wagenklasse. Da bei zwei Zugpaaren die GepĂ€ck- und Fahrradmitnahme eingeschrĂ€nkt ist, könnte es sich dabei um Triebwagen gehandelt haben. Ein FrĂŒhzug schaffte die Strecke in einer Stunde und dreiĂig Minuten, die anderen ZĂŒge fuhren zehn bis fĂŒnfzehn Minuten lĂ€nger. AuĂerdem bestanden vier Zugpaare tĂ€glich zwischen Deggendorf und Plattling. Eine Weiterfahrt nach Böhmen war fĂŒnfmal tĂ€glich möglich, allerdings immer mit Aufenthalten von einer oder mehreren Stunden in Eisenstein.
1945â1997
Vor der Ăffnung der Grenze nach Tschechien verkehrten zwischen Zwiesel und Bayerisch Eisenstein im Personenverkehr noch vier Zugpaare.cite-ref-stifter-9-8[9]
In den SommerfahrplĂ€nen 1980 bis 1987 verkehrten ein bis zweimal pro Woche vom DER organisierte Fahrten des Alpen-See-Express auf dem Abschnitt PlattlingâZwiesel. Sie fĂŒhrten von Hamburg nach Bodenmais bzw. von Dortmund nach Grafenau. Auf der Strecke verkehrten sie dabei vereinigt als 20-Wagen-ZĂŒge. Daneben verkehrten diese TriebzĂŒge auch auf Sonderbestellung im Industrieturnusverkehr ĂŒber diese Strecke von Dortmund nach Bodenmais.cite-ref-block-54-1[54] Ab 1991 befuhren Fern-Express-ZĂŒge die Strecke.cite-ref-56[56] Sie wurden zum Fahrplanjahr 1993 durch Intercity-Kurswagen bis Zwiesel ersetzt.cite-ref-grahnert-57-0[57]
Seit 1997
Abschnitt Plattling â Bayerisch Eisenstein
Zum Sommerfahrplan 1997 ĂŒbernahm die Regentalbahn als Subunternehmer der DB Regio Bayern den Regionalverkehr auf dem Abschnitt PlattlingâBayerisch Eisenstein unter dem Markennamen Waldbahn.
Im Zuge der Modernisierung des Bahnverkehrs auf dieser Strecke und um den ĂPNV fĂŒr Touristen und Einheimische attraktiver zu gestalten, wurde 1999 ein spezielles Fahrkartenangebot, das Bayerwald-Ticket, entworfen â eine Tagesfahrkarte, welche auf dem Streckenabschnitt PlattlingâBayerisch Eisenstein sowie auf vielen Buslinien der Landkreise Regen und Freyung-Grafenau sowie Cham gilt. Dieses wurde seit Mai 2010 durch das âGĂ€steservice-Umweltticketâ (GUTi) ergĂ€nzt. Dieses integriert die GĂŒltigkeit eines Bayerwald-Tickets in die Kurkarten von teilnehmenden Gemeinden. Von Plattling aus kann man stĂŒndlich ohne Umstiege nach Bayerisch Eisenstein fahren. Auf der gesamten Strecke gilt das Bayern-Ticket.
Zum Fahrplanjahr 2004 wurden die planmĂ€Ăigen Zugkreuzungen von Ulrichsberg und Regen nach Grafling und Zwiesel verlegt. Dadurch wurden die Umsteigezeiten im Taktknoten Plattling um sechs Minuten verkĂŒrzt und in Zwiesel entstand ein Taktknoten mit geringen Umsteigezeiten kurz vor der vollen Stunde in alle beteiligten Richtungen.cite-ref-pnp-2013-05-25-10-3[10]
Im Jahr 2007 wurde mit zwei Verbindungen ZwieselâPlattling ein Zubringerverkehr mit kurzen Umsteigezeiten an den samstags verkehrenden Urlauber-IC âRottaler Landâ Richtung Hamburg geschaffen, der in Plattling auĂerhalb des Taktknotens hielt. Dieser IC, von dem ab Passau Kurswagen nach MĂŒhldorf verkehrten, wurde mit dem Fahrplanwechsel 2015/2016 im Dezember 2015 eingestellt, als die Deutsche Bahn ihn durch einen IC-Bus von/nach Bad FĂŒssing ersetzte.
Zum Inkrafttreten des Sommerfahrplans am 28. Mai 2006 fuhren erstmals RegelzĂŒge der Waldbahn im Zwei-Stunden-Takt direkt von Plattling ĂŒber Bayerisch Eisenstein bis zum tschechischen Bahnhof Ć piÄĂĄk (Spitzberg) und zurĂŒck. Diese ZĂŒge wurden auf dem tschechischen Abschnitt mit tschechischem Personal besetzt.cite-ref-stifter-9-10[9] Im Fahrplanjahr 2008 fuhren tĂ€glich zwei Zugpaare bis Ć piÄĂĄk. ZusĂ€tzlich dazu wurden in der Wintersaison dazu drei Zugpaare wochentags und fĂŒnf Zugpaare am Wochenende gefahren. In der Sommersaison verkehrten drei zusĂ€tzliche ZĂŒge tĂ€glich. Zum 1. MĂ€rz 2012 wurden die ZĂŒge kurzfristig wieder in Bayerisch Eisenstein gebrochen, da die Gesetzeslage fĂŒr grenzĂŒberschreitende ZĂŒge sich in Tschechien Ă€nderte.cite-ref-58[58]
Die Zugleistungen zwischen Plattling und Bayerisch Eisenstein wurden durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft als Teil des âRegionalzĂŒgenetz Ostbayernâ ausgeschrieben. Die Regentalbahn gewann die Ausschreibung und ĂŒbernahm zum Fahrplanjahr 2014 diese Leistungen in Eigenregie. Das Angebot zwischen Plattling und Deggendorf wurde in den Hauptverkehrszeiten zu einem Halbstundentakt verdichtet. Eine angedachte Ausweitung der Direktverbindungen nach Tschechien wurde von der Region Pilsen (PlzeĆskĂœ kraj) abgelehnt.cite-ref-59[59] Im Fahrplanjahr 2014 fuhren werktags wieder zwei Zugpaare bis und ab Ć picĂ k, die zum Ende des Fahrplanjahres 2014/2015 zwischen Bayerisch Eisenstein und Ć piÄĂĄk vom PlzeĆskĂœ kraj wieder abbestellt wurden.cite-ref-60[60]
Bis zum Fahrplanjahr 2019 verpassten sich die ZĂŒge der Waldbahn und der ÄeskĂ© drĂĄhy im Bahnhof Bayerisch Eisenstein / ĆœeleznĂĄ Ruda-AlĆŸbÄtĂn knapp. Zum Fahrplanjahr 2020 wurden die Verbindungen auf tschechischer Seite besser und die Wartezeiten verkĂŒrzten sich.
Die LĂ€nderbahn bezeichnete die Linie PlattlingâBayerisch Eisenstein als WBA1. Im 2020 eingefĂŒhrten Liniennummernsystem der SPNV-Linien in Bayern erhielt diese Linie die Liniennummer RB 35.cite-ref-61[61]
Abschnitt Landshut â Plattling
Zwischen Landshut und Plattling verkehren im Personenverkehr derzeit ausschlieĂlich der Donau-Isar-Express (RE 3), eine Regionalexpress-Linie, die im Stundentakt MĂŒnchen mit Landshut, Plattling und Passau verbindet. Diese wurde im Ausschreibungsverfahren an DB Regio Bayern vergeben. Im Oktober 2020 hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) bekannt gegeben, dass die DB Regio Bayern die Ausschreibung fĂŒr das Netz Donau-Isar gewonnen hat, zu dem auch der Donau-Isar-Express gehört. Der Betrieb ĂŒber den neuen Bruttovertrag lĂ€uft von Dezember 2024 bis zum Fahrplanwechsel 2036. Zum Einsatz kommen seitdem Fahrzeuge des Typs Siemens Desiro HC.cite-ref-62[62] Bis 2024 wurden Fahrzeuge des Typs Alstom Coradia Continental sowie Doppelstock-WendezĂŒge eingesetzt. Der Haltepunkt Otzing wurde mit Inbetriebnahme des Donau-Isar-Express Ende 2009 geschlossen. AuĂer Takt verkehrt unpaarig ein langsamerer Einzelzug von Freising nach Plattling als RB 33.
Daneben verkehren GĂŒterzĂŒge zu verschiedenen AnschlieĂern auf dieser Strecke. GröĂter unter diesen ist das BMW-Werk Dingolfing. Als weiterer bedeutender Anschluss ist seit Herbst 2017 das Ersatzteil-Logistikzentrum von BMW in Wallersdorf an die Schiene angebunden.cite-ref-63[63]
Nachdem der Bahnhof Wörth an der Isar 2016 barrierefrei ausgebaut wurde, wird seit dem Fahrplan von 2018 jeder Halt zwischen Landshut und Plattling von allen PersonenzĂŒgen bedient. Hierzu ist eine Systemkreuzung im Bahnhof Wörth nötig. Zuvor fanden diese Kreuzungen in der Regel im Betriebsbahnhof Loiching zwischen Wörth und Dingolfing statt.
GĂŒterverkehr
Im GĂŒterverkehr war insbesondere der Streckenabschnitt LandshutâPlattling in der Vergangenheit durch einen starken landwirtschaftlichen Verkehr geprĂ€gt. So wurden jahrzehntelang wĂ€hrend der jĂ€hrlichen RĂŒbenkampagne mit ZuckerrĂŒben beladene ZĂŒge entlang der Strecke abgefertigt. Heute wird vom Bahnhof Dingolfing aus, der Werksverkehr des BMW Werks Dingolfing abgewickelt. So verkehren tĂ€glich mehrere GanzzĂŒge bestehend aus geschlossenen Autotransportwagen. AuĂerdem verkehren tĂ€glich zwei GĂŒterzĂŒge zum BMW-Ersatzteillager in Wallerdorf.cite-ref-64[64]
Zwischen Zwiesel und Bayerisch Eisenstein gab es zur Zeit der geschlossenen Grenze sehr wenig GĂŒterverkehr. 2000 wurde der GĂŒterverkehr nach Zwiesel eingestellt. Nur auf dem Abschnitt PlattlingâDeggendorf verblieb ein regelmĂ€Ăiger GĂŒterverkehr von etwa zwei bis drei Zugpaaren, davon eines weiter ĂŒber die Bahnstrecke DeggendorfâKalteneck nach Hengersberg. Selten verkehren MilitĂ€rzĂŒge zwischen Plattling und Regen, wo die Panzer nachts, wĂ€hrend der Personenverkehr ruht, verladen werden, sowie vom Granitwerke PrĂŒnst an der Strecke GotteszellâBlaibach ĂŒber Gotteszell nach Plattling.cite-ref-stifter-9-11[9] Kurz nach dem Bahnhof Plattling in Richtung Deggendorf besteht ein Anschlussgleis zur Zuckerfabrik der SĂŒdzucker AG. In den 1960er Jahren wurden rund Ÿ der tĂ€glich verarbeiteten Menge von 3000 t ZuckerrĂŒben mit der Bahn angeliefert.cite-ref-65[65]
Literatur
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Weblinks
Commons
: Bahnstrecke LandshutâPlattling
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Bayerische Waldbahn
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Einzelnachweise
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